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SUPER WHITE

In diesem Artikel zeigen wir die Unterschiede zwischen drei verschiedenen weißen Savage Hintergründen in Abhängigkeit von verschiedenen Licht-Setups anhand einzelnen Beispielen. Dies soll Ihnen helfen, den richtigen weißen Hintergrundkarton auszuwählen und wie man die Studiolampen für verschiedene Effekte einsetzt.

Ein professioneller Fotograf, der bereits jede Art von Studioarbeit getan hat, hat bereits erhebliche Erfahrung in der Arbeit mit weißen Hintergründen. Amateur- oder Hobbyfotografen, die erst mit der Studioarbeit beginnen, werden in der Zukunft immer Kunden haben, die Fotoaufnahmen vor weißem Hintergrund benötigen. Daher finden Sie weißen Hintergrundkarton in jedem Studio.

Aber warum weiss ?

Im Laufe der Jahre hat es sich zu einem Standard für die Produktfotografie und jede Form der Katalogfotografie etabliert. Weiß ist eine helle neutrale Farbe, die nicht im Wettbewerb mit dem Objekt, dem Thema und anderen Farben oder Mustern steht. Der Hintergrund kann auch leicht verändert werden, um optimale Bilder für Print-Anzeigen und Online-Fotoaufnahmen zu erstellen. Er ist extrem flexibel, denn Sie können die Schatten und Farbe leicht mit verschiedenen Lichteinstellungen und bei der Nachbearbearbeitung ändern, um das Endergebnis auf der Basis der vorgesehenen Verwendung zu beeinflussen.

Herausforderungen

Eine High-Key-Aufnahme mit weißem Hintergrund kann überwältigend sein, wenn mit einer Lichteinstellung von 4-5 Lichtquellen gearbeitet wird. Aber viele verfügen nicht über so viele Lichtquellen. Vor allem, wenn man unterwegs ist, können nicht so viele Lampen eingepackt werden. Manche arbeiten nur mit einer Lichtquelle, z.B. während Reisen oder in kleinen Räumen.

Hier bietet sich als Alternative zu den Hintergrundkartons, flexible zusammenklappbare Hintergründe (flexible Hintergründe) an, die beim Aufbau Zeit sparen und leichter zu transportieren sind.

Savage bietet 3 verschiedene Weißtöne. Der white (weiss) und super white (super weisse) Hintergrundkarton und der pure white Vinyl Hintergrund. Der "white" Hintergrundkarton ist ein „warmer“ Ton, der bereits einen leichten Beige-ton hat. Der "pure white" und "super-white" sind völlig neutrale Farbtöne mit dem Unterschied, daß das "super-white" einen UV-Aufheller mit etwas mehr Feinstruktur hat.
 

Der Aufbau

Um die Hintergründe genau vergleichen zu können, müssen alle Fotos mit der gleichen Lichteinstellung, mit und ohne Hintergrundbeleuchtung, und immer mit der gleichen Kameraeinstellung fotografiert werden. Wichtig ist außerdem, daß der Weißabgleich immer auf Tageslicht eingestellt ist.

Damit der Vergleich nachvollziehbar ist, wird bei den Aufnahmen mit einem Modell gearbeitet, statt Stilfotos zu erstellen.

Als Hintergrund werden 2,72 Meter breite Hintergrundkartons verwendet. Bei der Beleuchtung werden gezielt nur 1 bis 2 Lampen als Key-Light und Hintergrundbeleuchtung eingesetzt. Dies ist gewünscht, da viele Fotografen möglicherweise nicht über mehr als 1-2 Lampen verfügen oder in einem kleinen Raum arbeiten. Für das Key-Light wird eine Blitzlampe mit Softbox auf einem Stativ und für die Hintergrundbeleuchtung ein 80-Grad-Reflektor, auf einem Galgenstativ montiert, eingesetzt.

Je nach Ausrüstung, ist es empfehlenswert, eine Soft-Box oder einen   Wabenblitz zu verwenden. Dieser wird von der Rückseite des Modells, hoch über dem Modell, in Richtung des Kopfes gerichtet und gibt dem Haar einen natürlichen Glanz.

Das Hauptlicht wird in einer erhöhten Position leicht seitlich angeordnet. So erhalten wir mit Unterstützung der Softbox ein sehr "weiches" Licht, bei dem auch ohne Hintergrundbeleuchtung, keine Schatten auf den Hintergrund geworfen werden. Bei Aufnahmen in einem kleinen Raum ist der Abstand zwischen Person und Hintergrund ca. 1,2 Meter und die Lampe in einem Abstand von ca. 1,5 Meter von dem Objekt zu positionieren. So erhalten wir etwas Streulicht von der Lampe auf den weißen Hintergrund, so daß dieser immer schön weiß leuchtet ohne gräulich zu wirken. Wenn wir außerdem eine Hintergrundbeleuchtung einschalten, hellen wir den weißen Hintergrund weiter auf und erhalten einen absolut weißen Hintergrund, welcher ideal für Produkt- und Portraitfotografie ist ..... und die Nachbearbeitungszeit wird erheblich reduziert. Idealerweise würden zwei Hintergrundbeleuchtungen, angeordnet rechts und links, einen größeren Abstand zwischen Modell und Hintergrund ermöglichen, welcher wiederum eine bessere Trennung zwischen dem weißen Hintergrund und dem Modell erzeugt. Aber aus Gründen der Einfachheit wird hier nur mit 2 Leuchten gearbeitet.

Tipp: Wenn nur mit einer Lichtquelle ohne eine Hintergrundbeleuchtung gearbeitet wird, ist der Abstand zwischen dem Modell, Hintergrund und Lichtquelle entscheidend. Größere diffuse Lichtquellen, wie eine Octabox, Soft-Box oder ein Schirm, helfen, weil sie das Licht in einem breiteren Bereich noch mehr streuen und so weniger Schatten auf dem Hintergrund erzeugen. Aber dazu muss die Lichtquelle sehr nahe an dem Modell und dem Hintergrund angebracht werden oder der Hintergrund erscheint mehr gräulich als weiß. Wir bevorzugen ein Beauty Dish 70 cm Durchmesser, weil es schmeichelhaftes Licht erzeugt und trotz seiner direkten Beleuchtung das Licht immer noch weich ist. Wenn Sie jedoch nur mit einem Licht arbeiten können, erhalten Sie keinen absolut weißen Hintergrund, egal welche Hintergrundfarbe Sie verwenden. Die Hintergrundbeleuchtung ist absolut notwendig um einen reinen weißen Hintergrund ohne Nachbearbeitung zu erhalten.

Hintergrundkarton Super White mit Hintergrundbeleuchtung

Hintergrundkarton Super White ohne Hintergrundbeleuchtung

Hintergrundkarton Arktisweiss mit Hintergrundbeleuchtung

Hintergrundkarton White mit Hintergrundbeleuchtung

       Hintergrundkarton Super White mit Hintergrundbeleuchtung                        Hintergrundkarton Super White ohne Hintergrundbeleuchtung


     Hintergrundkarton Pure White (Arktisweiss) mit Hintergrundbeleuchtung          Hintergrundkarton Pure White (Arktisweiss) ohne Hintergrundbeleuchtung


               Hintergrundkarton White mit Hintergrundbeleuchtung                               Hintergrundkarton White ohne Hintergrundbeleuchtung

 

 

Optimale Verwendung

Super White Seamless Savage (Art.Nr. 120001)
      
•    Perfekt für Produktaufnahmen in voller Länge & Themen
•    Erhältlich in größeren Breiten, bis zu 3,56 Meter 

•    Hervorragende Ergebnisse bei indirekter Blitzbeleuchtung 
•    UV-Aufheller 
•    am besten für ein absolutes Weiß, mit Hintergrundbeleuchtung     

Hinweise: 
     
•    Bei der Verwendung ohne Hintergrundbeleuchtung und einem größeren Abstand zwischen dem Modell und dem
     Hintergrund kann das Super White Hintergrundpaper einen leichten Blaustich bekommen. 
•    Super White hat ein etwas höheres Flächengewicht als andere Papierfarben. Dies führt zu einem etwas steiferen,
     dickeren Papier.     

Pure White Seamless (von Savage nicht verfügbar, alternativ Arktisweiss von Hama Art.Nr. 21593)  
     
•    sehr gutes all-around weiß, neutraler Ton 
•    Ideal für alles, von Headshots, Porträts bis zu Produktfotos 
•    Funktioniert hervorragend mit oder ohne Hintergrundbeleuchtung

White Seamless Savage (Art.Nr. 120050)
    
•    Ideal für Headshots oder Portraits, wo ein absolutes Weiß nicht erforderlich ist
•    ein warmer weißer Farbton, der besser zu Hauttönen passt
•    mehr Flexibilität für eine Aufnahme mit einem "gebrochenen weißen" Hintergrund     

 

 

Vermeiden von Fussabdrücken
 

Bei Ganzkörper-Hochformataufnahmen bei denen die Person auf dem Hintergrundkarton steht, schneiden Sie ein Stück Papier von der Rolle und legen dies über den Bereich auf dem die Person steht. Achten Sie darauf, daß es so geklebt wird, dass es nicht rutschen kann. Der Übergang wird nicht zu sehen sein, besonders dann, wenn Sie mit der Hintergrundbeleuchtung den Hintergrund aufhellen. Dies vermeidet Fussabdrücke auf dem Hintergrundkarton. Und wenn das Stück verschmutzt ist, können Sie es drehen oder ein neues kleines Stück schneiden. Eine dauerhaftere Lösung ist, eine große Plexiglasplatte mit matter Oberfläche zu verwenden.

Auch ist es sinnvoll, immer erst die Headshots und Teilkörperaufnahmen zu fotografieren. Hier steht das Model vor dem Hintergrund. Erst dann werden die Ganzkörperaufnahmen, bei denen die Person auf dem Hintergrund steht, aufgenommen. Hier wird am wenigsten Papier verschwendet und es werden nur so wenig wie möglich Fußabdrücke auf dem Hintergrund zu sehen sein.
 

Bildnachweis: Ryan Walsh